11. januára 2017

Lügen vom Konzil, die keinem helfen

Karol Dučák

Kürzlich erschien im Internet der Artikel Why Liturgy Really is the Key to Everything (Warum Liturgie wirklich der Schlüssel zu Allem ist). (Skojec S. Why Liturgy Really is the Key to Everything. In: One Peter Five. Nachzulesen hier: onepeterfive.com)
Autor dieses Artikels ist Steve Skojec, der sich im bennanten Artikel zur Problematik der Liturgie äußert. Sicherlich kann man dem Autor seine Ansichten nicht nehmen, solange er die Wahrheit sagt. Aber wenn er eine Lüge verkündet, ist es notwendig, jede Verdrehung der Fakten kompromisslos anzuprangern.

Skojec schreibt konkret: „Wir fangen an zu glauben, dass wir besser als Gott wissen, was das Beste für uns ist. Zweites Vatikanisches Konzil sagt uns: ,Alles auf Erden auf den Menschen als seinen Mittel- und Höhepunkt hinzuordnen ist.´ (Gaudium et spes, 12)“
Aufgrund dieses verzerrten Zitates aus dem Konzilsdokument, Autor des Artikels fabrizierte die Beschuldigungen des Konzils, der angeblich Anthropozentrismus statt Theozentrismus durchsetzte. Es gilt jedoch eindeutig festzustellen, dass so formulierte Behauptung eine bodenlose Lüge ist! bzw. Skojec hat nämlich die Dinge willkürlich aus dem Zusammenhang gerissen, und führte nur die Hälfte des Satzes an, der in der Pastoralkonstitution Gaudium et spes vorhanden ist.Der ganze Satz lautet nämlich: „Es ist fast einmütige Auffassung der Gläubigen und der Nichtgläubigen, daß alles auf Erden auf den Menschen als seinen Mittel- und Höhepunkt hinzuordnen ist.“ (Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution Gaudium et spes, 12)
Wenn wir uns den ganzen Satz aus der Pastoralkonstitution durchlesen, bekommen wir ein ganz anderes Bild von den Absichten der Konzilsväter. Vor allem bedarf es einer Bewusstwerdung, die sich in der Konstitution offenbart: „Es ist fast einmütige Auffassung der Gläubigen und der Nichtgläubigen...“
Es ist jedoch nicht explizit darauf hingewiesen, dass das Konzil mit dieser Einstellung übereinstimmt. Die Konzilsväter konstatieren, dass zwischen Gläubigen und Nichtgläubigen im Allgemeinen die Überzeugung herrscht, dass alles auf Erden auf den Menschen gerichtet werden soll.Es gibt dort aber kein Wort darüber, dass dies eine Stellungnahme des Magisteriumsder Kirche wäre! Gegenüber zitierter Einstellung der Gläubigen und Nicht-Gläubigen das Konzil die Stellungnahme des Magisteriums der Kirche hervorhebt, die auf Theozentrismus basiert:
„Während vor dem Tod alle Träume nichtig werden, bekennt die Kirche, belehrt von der Offenbarung Gottes, dass der Mensch von Gott zu einem seligen Ziel jenseits des irdischen Elends geschaffen ist. Außerdem lehrt der christliche Glaube, dass der leibliche Tod, dem der Mensch, hätte er nicht gesündigt, entzogen gewesen wäre (Vgl. Weish 1,13; 2, 23–24; Römer 5, 21; 6, 23; Jak 1, 15), besiegt wird, wenn dem Menschen sein Heil, das durch seine Schuld verlorenging, vom allmächtigen und barmherzigen Erlöser wiedergeschenkt wird. Gott rief und ruft nämlich den Menschen dazu auf, dass er Ihm in der ewigen Gemeinschaft unzerstörbaren göttlichen Lebens mit seinem ganzen Wesen anhange. Diesen Sieg hat Christus, da er den Menschen durch seinen Tod vom Tod befreite, in seiner Auferstehung zum Leben errungen (Vgl. 1 Kor 15, 56–57).
Jedem also, der ernsthaft nachdenkt, bietet daher der Glaube, mit stichhaltiger Begründung vorgelegt, eine Antwort auf seine Angst vor der Zukunft an; und zugleich zeigt er die Möglichkeit, mit den geliebten Brüdern, die schon gestorben sind, in Christus Gemeinschaft zu haben, in der Hoffnung, dass sie das wahre Leben bei Gott erlangt haben.“ (Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution Gaudium et spes, 18)
Theozentrismus der Konzilsdokumente ist evident und wird auch in weiteren Passagen der Konstitution Gaudium et spes, die nach dem zitierten Abschnitt folgen, weiter entwickelt. Diese Passagen führen nämlich klar und eindeutig Gott–als Endziel eines jeden menschlichen und irdischen Bestrebens an.Zur Verinnerlichung: wenigstens ein paar Zitate aus der Konzilskonstitution:„Die Heilige Schrift lehrt nämlich, dass der Mensch, nach dem Bild Gottes´ geschaffen ist, fähig, seinen Schöpfer zu erkennen und zu lieben, von ihm zum Herrn über alle irdischen Geschöpfe gesetzt (Vgl. Gen 1, 26: Weish 2, 23), um sie in Verherrlichung Gottes zu beherrschen und zu nutzen (Vgl. Sir 17, 3–10)...
Oft weigert sich der Mensch, Gott als seinen Ursprung anzuerkennen; er durchbricht dadurch auch die Ihm geschuldete Ausrichtung auf sein letztes Ziel...“ (Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution Gaudium et spes, 12–13)
„Gott wollte nämlich den Menschen, in der Hand seines Entschlusses lassen´ (Vgl. Sir 15,14), so daß er seinen Schöpfer aus eigenem Entscheid suche und frei zur vollen und seligen Vollendung in Einheit mit Gott gelange. Die Würde des Menschen verlangt daher, daß er in bewußter und freier Wahl handle, dasheißt personal, von innen her bewegt und geführt und nicht unter blindem innerem Drang oderunter bloßem äußerem Zwang. Eine solche Würde erwirbt der Mensch, wenn er sich aus aller Knechtschaft der Leidenschaften befreit und sein Ziel in freier Wahl des Guten verfolgt sowie sich die geeigneten Hilfsmittel wirksam und in angestrengtem Bemühen verschafft. Die Freiheit des Menschen, die durch die Sünde verwundet ist, kann nur mit Hilfe der Gnade Gottes die Hinordnung auf Gott zur vollen Wirksamkeit bringen.
Jeder aber muß vor dem Richterstuhl Gottes Rechenschaft geben von seinem eigenen Leben, so wie er selber Gutes oder Böses getan hat. (Vgl. 2 Kor 5, 10)“ (Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution Gaudium et spes, 17)
„Gott, der väterlich für alle sorgt, wollte, daß alle Menschen eine Familie bilden und einander in brüderlicher Gesinnung begegnen. Alle sind ja geschaffen nach dem Bild Gottes, der, aus einem alle Völker hervorgehen ließ, die das Antlitz der Erde bewohnen´ (Apg 17, 26), und alle sind zu einem und demselben Ziel, d.h. zu Gott selbst, berufen.“ (Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution Gaudium et spes, 24)
Aufgrund dieser Passagen der Konstitution Gaudium et spes kann man eindeutig feststellen, dass das Grundprinzip der Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils Theozentrismus ist. Das Konzil hat nie (!), in keinem Dokument (!), Anthropozentrismus präferiert, sondern immer konsequent Gott als Ziel jedes menschlichen Bestrebens aufgestellt!Es ist daher notwendig, jeden Versuch zu unternehmen,die Arbeit der Konzilsväter mit Lügen belasteten, zweckgebundenen Lügenzu berichtigen und anzuprangern.

Karol Dučák
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