29. novembra 2019

Schatz in der Seele


(Märchen)          Slovenská verzia: Poklad v duši
Karol Dučák
In einem entfernten muslimischen Land lebten zwei Brüder, Selim und Hasan. Sie stammten aus einer wohlhabenden Familie und waren äußerst begabt, sodass ihre Eltern ihnen eine angemessene Ausbildung zuteilwerden ließen. Vor allem aber waren sie gute Kämpfer, die ihre Truppen in viele siegreiche Schlachten führten. Aber die Brüder kämpften nicht zusammen, sondern jeder auf einem anderen Schlachtfeld. Beide sehnten sich danach, sich selbst auszuzeichnen, aber Selim, der ältere, war ein viel besserer Befehlshaber und zeitigte im Kampf mehr Erfolge als sein jüngerer Bruder. Deshalb war Hasan auf die Erfolge seines Bruders eifersüchtig und er sehnte sich nach dem Moment, in dem Selim aufhörte erfolgreich zu sein und er ihn übertrumpfen könnte. Aber die Zeit verging und Hasans geheime Hoffnungen schwanden. Die Erfolge von Selim hatten kein Ende, und so wandelte sich Hasans Eifersucht unvermeidlich in Hass wider seinen Bruder. Selim aber hatte keine Ahnung davon und genoss weiterhin seinen Ruhm und seine Erfolge.

In einer Schlacht besiegten die muslimischen Truppen unter dem Kommando von Selim eine christliche Armee und die muslimischen Soldaten nahmen den christlichen Befehlshaber mit seinem Adjutanten gefangen. Der christliche Befehlshaber war ein tapferer Ritter aus einem fernen Land, der starkherzig gegen die muslimische Überzahl kämpfte, aber im Kampf schwer verwundet wurde und fast sein Leben verlor. Als er auf der Bahre ganz verwundet und blutig vor Selim gebracht wurde, war der muslimische Befehlshaber überrascht. Trotz seiner schweren Lage behielt sich der besiegte Ritter eine noble Würde. Sein liebenswertes Gesicht strahlte unglaubliche Ruhe und Gelassenheit aus. Als er den muslimischen Befehlshaber sah, erschien ein geheimnisvolles, liebevolles Lächeln auf seinem Gesicht. Selim war erstaunt und antwortete auch mit einem Lächeln. Obwohl er ein harter Kämpfer war, behielt er eine gewisse Großzügigkeit und einen Sinn für Ehre und Gerechtigkeit. Etwas zog ihn zu diesem Mann hin. Etwas, das er selbst nicht definieren konnte.
Nach kurzer Weile fragte Selim: „Wie heißt du?“
Der verwundete christliche Befehlshaber blickte mit seinen anziehenden, azurblauen Augen auf den Sieger und antwortete mit großer Anstrengung: „Richard von Wales.“
Unmittelbar darauf fügte er hinzu: „Und du bist Selim, der berühmte Befehlshaber."
„Du kennst mich?“
„Ich habe viel über dich gehört und ich habe dich von weitem gesehen.“
„Und was hast du von mir gehört?“
„Dass du ein großer Krieger bist, der schon viele Gegner in die Zweite Welt geschickt hat.
Auch mir sitzt der Tod schon im Nacken und bevor ich dieses tränenreiche Tal verlasse, möchte ich dir gerne einen kostbaren Schatz geben.“
Selim sah seinen Gegner fassungslos an und er traute seinen Ohren nicht. Schließlich fragte er Richard: „Sagst du, dir sitzt der Tod schon im Nacken, aber doch willst du mir, deinem Feind, einen Schatz spenden?“
„Unser Glaube befiehlt uns, auch die Feinde zu lieben und Gutes zutun denen, die uns weh tun. Ich fühle, dass ich sterbe, und ich möchte gerne vor dem Tod noch eine gute Tat tun.“
„Also willst du mir einen Schatz geben, um eine gute Tat zu vollbringen.“
„Ja.“
„Was für ein Schatz ist das?“
„Mein Adjutant wird ihn dir bringen.“
Nach diesen Worten wandte sich Richard an seinen Adjutanten und gab ihm leise ein paar Anweisungen. Einen Moment später brachte ihm der Adjutant einen Gegenstand, eingewickelt in kostbares Tuch. Er gab den Gegenstand dem Ritter, der den Stoff auswickelte und in seinen Händen war ein Buch in einem Prachteinband, mit Edelsteinen ausgelegt. Auf den ersten Blick war klar, dass es sehr wertvoll sein musste.
Er wollte Selim das Buch geben, aber seine Verletzungen hatten ihn sehr geschwächt, also bat er seinen Adjutanten, Selim das Geschenk zu übergeben.
Selim fragte überrascht: „Ist das der Schatz?“
Richard sagte mühsam: „Ja.“
„Was ist sein Wert?“
„Den kann man nicht einmal beziffern.“
„Das Buch ist so wertvoll?“
„Das wertvollste auf der Welt. Das Buch selbst ist extrem teuer, aber der wahre Schatz steckt drinnen.“
„In diesem Buch?“
„Ja, darin.“
Es war des Staunens kein Ende für Selim. Das Ganze war irgendwie seltsam, aber Selim gefiel das Buch und etwas zog ihn unwiderstehlich an das Buch.
Letztlich fragte er: „Aber wie komme ich an diesen Schatz?“
Der Ritter antwortete mühsam: „Einfach.so, dass du das Buch liest. Als Ganzes. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben.“
„Und was willst du für diesen Schatz?“
„Nichts für mich, rette einfach meine Leute und sorge, bitte, dafür, dass sie gesund nach Hause kommen. Dann werde ich für immer dein Schuldner sein.“
Selim hat diese Rede gefallen und so sagte er: „Also gut. Deine Leute können sicher nach Hause zurückkehren. Ich garantiere ihre Sicherheit.“
„Ich danke dir von ganzem Herzen“, antwortete Richard und ein glückliches Lächeln lief über sein Gesicht. Dann fiel er in Ohnmacht und kurz danach starb er.
Selim wurde von seinem Tod berührt. Obwohl er sein Feind war, empfand er doch etwas Reue über seinen Tod. Seit dieser Zeit ging ihm der geheimnisvolle Fremde nicht aus dem Kopf. In der ersten freien Minute griff er nach dem Buch, das er zum Geschenk erhalten hatte, und als er es öffnete, fand er heraus, dass das Buch „Die Bibel“ hieß. Aber eine Tatsache schockierte ihn. Obwohl das Buch in einer fremden, unbekannten Sprachegeschrieben war, verstand Selim es Wort für Wort. Er fing eifrig an zu lesen, und allmählich begannen sich seine Augen zu öffnen. Er verstand, dass das Christentum viel besser als der Glaube seiner Väter ist.
Er erkannte, dass er einer schlechten Sache diente und daher bekehrte er sich innerlich. Er hat in seinem Herzen auf den Islam verzichtet und wollte Christ werden, nur er wusste noch nicht wie. Eines Abends wälzte er Gedanken. Er stellte sich ein Bild des Spenders dieses wundervollen Buches vor und sprach ihn freundlich an: „Oh mein lieber Richard, mein mysteriöser Wohltäter. Du sagtest die Wahrheit. Die Bibel, dein Buch, ist der wertvollste Schatz der Welt. Ich möchte deinen Glauben annehmen ,weil mein Herz mir sagt, dass nur dieser Glaube wahr ist.“
Aber ihm war bald klar, dass dem Muslim, der zum christlichen Glauben konvertierte, der Tod aus den Händen seiner Glaubensbrüder drohte, also entschied er sich, seine Sympathien für den christlichen Glauben geheim zu halten. Eines Tages aber kam die Wahrheit ans Licht und Selims Familie erfuhr von allem. Alle seine Verwandten wurden sehr wütend und beschlossen, Selim zu töten. Sie betrauten Selims Bruder Hasan mit dieser Aufgabe. Hasan war erfreut. Endlich konnte er seinen verhassten Bruder demütigen und er würde den Respekt und die Wertschätzung der ganzen Familie und seiner Mitmenschen erlangen. Also fing er an, einen Plan der Rache vorzubereiten. Er machte sich bereit, Selim in seinem Militärlager zu über fallen, um ihn zu töten, und seinen Kopf als Zeichen der geleisteten Rache der Familie zu bringen. Aber er wusste, dass Selim ein tüchtiger Krieger war, deshalb bereitete er den Angriffsplan sehr sorgfältig vor und entschied sich, den Moment der Überraschung zu nutzen. Er machte sich bereit, seinen Bruder nachts anzugreifen. In der Nacht vor Hasans Angriff erhielt Selim jedoch eine unerwartete Warnung. Er wurde plötzlich, während er schlief, von einem riesigen Licht beleuchtet und Selim erstarrte vor Gräuel. Entsetzt sah er ins Licht und plötzlich erkannte er darin die Gestalt des Ritters, von dem er die Bibel erhalten hatte.
Er blieb eine Weile sprachlos vor Schrecken, aber dann brachte er ein einziges Wort aus sich heraus: „Richard!“
Der Ritter lächelte leicht mit seinem unwiederholbaren Lächeln und erwiderte: „Ja, das bin ich.“
Dann aber wurde sein Gesicht ernst und er erzählte Selim eine schreckliche Nachricht:
„Selim, du bist in Lebensgefahr. Deine Familie kam dahinter, dass du den Glauben deiner Vorfahren aufgegeben hast. Sie hat beschlossen, dich aus der Welt zu schaffen. Morgen Abend wird dein Bruder Hasan mit einem großen Truppenteil hierherkommen, um dich zu töten. Deshalb musst du sofort fliehen. Wenn du sofort fliehst, gewinnst du eine Nacht und einen Tag Vorsprung vor deinem Bruder.“
„Aber wohin sollte ich gehen?“ konnte Selim nur mit einer kurzen Frage antworten.
„Hab keine Angst, der Engel des Herrn wird dich bis zum Ziel der Reise tragen. Dort wird sich jemand um dich kümmern. “
Selim wollte noch eine Frage stellen, aber der Ritter kam ihm zuvor: „Vertrau mir und mach dir keine Sorgen. Alles wird gut.“
Nach diesen Worten verschwand er plötzlich und Selim erwachte aus seinem schrecklichen Traum. Er wachte in die grausame Realität auf und erkannte, dass er sofort handeln musste.
Im Licht der Lampe packte er das Nötigste und wollte hinausgehen, als das Innere des Zeltes erneut aufleuchtete. Selim sah einen herrlichen Engel von riesigen Ausmaßen, der strahlte so viel Liebe und Güte aus, dass Selims Seele von Glück und Frieden überflutet wurde. Von seiner Besorgnis war nichts mehr zu spüren und als der Engel ihn in seine Arme nahm und er mit ihm zu den Anhöhen stieg, spürte er kein bisschen Angst mehr.
Der Engel brachte Selim zum Klosterhof in einem entfernten christlichen Land und dort nahmen die Mönche, denen das Kloster gehörte, Selim auf. Unter der Aufsicht der Mönche begann Selim mit großem Enthusiasmus das Theologiestudium, um seinen Wissensdurst zu stillen. Nach einigen Jahren wurde er selbst Mönch und später sogar der Abt jenes Klosters, das ihn vor Jahren unter seinem Dach aufgenommen hatte. Jeder kannte ihn unter dem Namen Pater Ignatius.
Seine Familie wusste nichts über ihn, obwohl seine Verwandten versuchten, ihn zu finden.
Jedoch konnte niemand seinen Aufenthaltsort herausfinden und so hörten seine Verwandten auf vom Selim zu reden. Die größte Freude über sein unerklärliches Verschwinden hatte der Bruder Hasan, der aufhörte, im Schatten seines erfolgreicheren Bruders zu stehen, und der selbst der berühmteste Krieger seines Volkes wurde. So wurde sein großer Wunsch erfüllt.
Unterdessen eroberten Muslime ein Land nach dem anderen, bis eines Tages die muslimische Armee unter dem Kommando von Selims Bruder Hasan begann, das Land zu erobern, in dem Ignatius mit seinen Mönchen lebte. Eines Tages früh am Morgen, als Pater Ignatius aufwachte, wurde er plötzlich von durchdringendem Licht beleuchtet, in dem er Jesus erkannte. Jesus sagte zu ihm, dass sich sein Bruder Hasan an der Spitze einer großen Armee von Muslimen näherte und das Kloster und alles, was ihm in den Weg komme, erobern und plündern werde.
Er ist sehr grausam, gnadenlos und kennt kein Erbarmen. Er hat bereits viele Menschen getötet. Ignatius erschrak über diesen Bericht, jedoch er begann sich nicht so sehr um sich selbst zu sorgen, sondern um die Klosterbrüder, die seiner Führung anvertraut waren, aber auch um die umliegende christliche Bevölkerung.
Jesus kannte sehr genau die Gedanken, die durch den Kopf von Ignatius huschten,
und er beschloss, Ignatius der harten Prüfung zu unterziehen:
„Ignatius, ich kann deinen Bruder Hasan aufhalten. Willst du seine Vernichtung?“
„Nein, Herr!“, rief er schaudert Ignatius und fuhr fort: 
„Ich möchte die Vernichtung keines Menschen und schon gar nicht die Vernichtung meines Bruders. Ich möchte, dass er lebt. Damit er für Dich lebt. So wie ich versuche, für Dich zu leben, Herr! Jesus, ich bitte Dich innig, bring meinen Bruder zu Dir, wie Du mich einst zu Dir gebracht hast.“
„Also gut. Aber etwas für etwas. Was willst du opfern, um deinen Bruder zu retten?“
„Auch mein eigenes Leben, Herr!“
„Bist du sicher?“
„Herr, Du kannst in mein Herz sehen, und Du kennst all meine Gedanken. Du weißt, ich stehe zu meinem Wort, auch wenn ich am ganzen Körper zittere.“
„Also gut. Ich weiß, dass du es ehrlich meinst, aber ich wollte es aus deinem Mund hören.“
„Wann kommt Hasan?“
„Morgen früh. Du hast 24 Stunden Zeit. Hast du Angst?“
„Ich mache mir keine Sorgen um mich selbst, aber was wird mit meinen Leuten?“
„Beruhige dich, weder dir noch sonst jemandem in diesem Land wird etwas passieren. Bewaffne dich mit Geduld und bete ununterbrochen zusammen mit deinen Brüdern. Kein Haar wird euch gekrümmt werden. Vertraue mir!“
„Ja, Herr, ich vertraue Dir. Möge Dein Wille geschehen.“
Ein leichtes Lächeln erschien auf Jesu Gesicht, dann drehte er sich um und ging allmählich weg, bis er vollständig verschwunden war und auch das Leuchten, das ihn umgeben hatte. Ignatius rief seine Mönche herbei und machte sie mit der Situation vertraut. Dann führte er sie zum Tempel und beauftragte sie, bei vier und zwanzigstündiger Anbetung ohne Nahrung und Wasser zu bleiben. Er erlaubte ihnen nur, in dringenden Notfällen wegzugehen. Dann ging er zum Tabernakel und öffnete diesen. Er nahm die große Hostie aus der Custodia und setzte sie in die Monstranz ein. Dann stellte er die Monstranz auf den Altar und fing an, Litaneien und andere Gebete zu beten. Alle Ordensleute verblieben bei den Gebeten und gingen nur ausnahmsweise weg. Aber dann kehrten sie in den Tempel zurück. So vergingen der ganze Tag und fast die ganze Nacht. Ignatius betete am leidenschaftlichsten.
Er bat Gott um Rettung des Klosters, der Mönche und der Bewohner des umliegenden Landes, vor allem aber bat er Gott, auf dass sein Bruder konvertiere und ein Christ würde. Gott erhörte die inbrünstigen Gebete von Ignatius, aber Ignatius erfuhr davon erst ein paar Stunden später.
Hasan schlief zu dieser Zeit noch in seinem Kommandozelt. Plötzlich tauchte in seinem Traum das strahlende Licht unermesslicher Kraft auf und aus diesem Licht sprach Jesus mit lauter Stimme:
„Warum tötest du meine Kämpfer?“
Hasan schauderte vor Entsetzen am ganzen Körper. Jesus fuhr fort:
„Du hast viel Böses getan, aber dein Bruder bat um Gnade für dich, damit du auch mein Krieger werden kannst. Ihr werdet euch in ein paar Stunden treffen. Dein Bruder wurde Mönch in einem Kloster in der Nähe. Schau dir das an!“
Jesus breitete seine rechte Hand zur Seite und neben ihr erschien das Bild von P. Ignatius,
wie er vor den Toren des Klosters stand und ihn ansah. Dann sagte Jesus:
„Deine Armee wird morgen in ihre Heimat zurückkehren, aber ohne dich. Du bleibst bei deinem Bruder. Er wird dir sagen, was zu tun ist und dann werdet ihr beide meine Krieger.“
„Wie finde ich meinen Bruder?“ fragte Hasan.
„Mach dir keine Sorgen. Mein Licht wird dich führen.“
Nach diesen Worten verschwand Jesus aus Hasans Augen. Zu diesem Zeitpunkt erwachte Hasan und dachte zitternd, was er gerade in seinem Traum gesehen und gehört hatte. Nach einer Weile stand er auf und begann sich hastig anzuziehen, als er plötzlich von der Ankunft eines Boten mit einer dringenden Nachricht seines obersten Herrschers benachrichtigt wurde.
Als der Bote Hasan die Nachricht brachte, las Hasan sie und erblasste. Der Herrscher teilte ihm mit, dass sein Land von einem mächtigen Feind bedroht sei, und Hasan mit seinen Truppen unverzüglich nach Hause zurückkehren müsse. Hasan dachte nur einen Moment nach und dann entschied er sich. Er rief seine Kommandeure zusammen und teilte ihnen mit, was los war. Aber dann schockierte er sie mit der Nachricht, dass er eine dringende Verpflichtung erfüllen müsse, sie aber kämen nach Hause zurück unter dem Kommando eines neuen Kommandanten, wofür Hasan seinen Stellvertreter Murad ernannte.
Seine Untergebenen wollten protestieren, aber er zückte sein Schwert und schreiend drohte er ihnen, dass er denjenigen, der seinen Befehlen nicht gehorchen wolle, persönlich töten werde. Hasans Untergebenen wagten nicht, Widerstand zu leisten und unterwarfen sich. Die Vorbereitungen für eine plötzliche Heimkehr begannen.
Hasan aber bestieg hastig sein Pferd und als er aufblickte, sah er das Licht in der Ferne vor sich. Er begann in Richtung des Lichts zu galoppieren und sah nach einiger Zeit vor sich ein Kloster auf einem kleinen Hügel. Als er zu ihm hintrabte, wusste er, dass er am richtigen Ort war. Er hatte genau dieses Kloster in seinem Traum gesehen. Er erkannte sogar den vor dem Kloster stehenden Ordensmann. Hasan erzitterte. Nach Jahren sah er endlich seinen Bruder wieder. Er lief voran, um sich zu Füßen seines Bruders zu werfen. Das Herz in der Brust von Ignatius machte einen Sprung, aber dann bewaffnete er sich mit Mut und Entschlossenheit. Er vertraute Alles Gottes Händen an. Als sein Bruder zu ihm lief, sich vor ihm mit dem Gesicht in den Staub stürzte und zu schluchzen anfing, berührte dies Ignatius und er kniete sich zu seinem Bruder und hob ihm auf. Dann fielen sich die beiden Brüder mit Tränen in den Augen in die Arme. Es dauerte nicht lange und Hasan wurde ein Mönch, er erhielt den Ordensnamen Dominik. Beide Brüder dienten dann noch lange Jahre zusammen im Kloster zur Ehre Gottes und zum Wohle der Menschen.

Karol Dučák

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